Im Projektraum: TRIPLE

Janine van Oene
Riette Wanders
Stephen Westfall

Eröffnung
Donnerstag, 28. März 2019, 19 Uhr

Einführung
Jan van der Ploeg

Ausstellung
29. März – 23. Mai 2019

Pressetext

Die Galerie Gisela Clement freut sich, mit der Gruppenausstellung TRIPLE, Arbeiten der Künstler*innen Janine van Oene, Riette Wanders und Stephen Westfall zu präsentieren.

Riette Wanders (*1966 in Rhenen, NL) Arbeiten auf Papier markieren eine fortlaufende Suche nach schwer fassbaren und widersprüchlichen Bildern. Ihre Kohlezeichnungen wirken wie eine Notenschrift – ähnlich der écriture automatique – die mit rohen, energischen und zugleich feinen Linien strukturiert sind.

Die geometrischen Arbeiten von Stephen Westfall (*1953 in Schenectady, New York) bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Malerei und Architektur und verhandeln auf innovative Art und Weise Einflüsse der amerikanischen abstrakten Malerei seit den 1960er Jahren. Gleichzeitig können die in der Ausstellung gezeigten Wandteppiche als eine Neubewertung textiler Arbeitstechniken für den Themenbereich und die Ausdrucksmöglichkeiten der Malerei gesehen werden.

Ganz anders geartet sind die Gemälde von Janine van Oene (*1988, NL). Die Künstlerin konstruiert ihre Bilder so, dass die Formen genauso lose an Figuration andocken, wie sie schwebend als Grundformen belassen werden. Der Widerspruch funktioniert, weil sie die Statik eines Bildes mit sicherem Auge ausbalanciert. Somit befragt die Künstlerin das Verhältnis von Abstraktion und Gegenstand immer wieder neu.

Was alle drei Künstler*innen miteinander verbindet ist die stetige Suche nach einem System aus Formen und Farben, die fortlaufend zu einer neuen Bildwelt zusammengesetzt werden. Dadurch werden die individuellen Bilderuniversen zu Zeichensystemen, die den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang ihrer Rezeption(en) hinterfragen und neu bewerten.

Jan van der Ploeg (*1959, Amsterdam, NL), Kurator der Ausstellung, war 2018 als Künstler in der Galerie zu Gast (Ausstellung OVLOV mit Martin Pfeifle). Parallel präsentierte die gkg in Bonn eine eigens für ihre Räume entworfene große Wandmalerei Ploegs.