Field Guide

Vernissage
Donnerstag, 12. Mai 2016, 19.00 Uhr

Ausstellung
13. Mai – 9. Juni 2016

In New York wird nicht über die Relevanz der Neuen Abstraktion diskutiert. Es gibt sie und sie wird auch breit gezeigt. Die Erscheinungsformen sind vielfältig. Die Künstler bedienen sich ohne Legitimationszwänge aus dem großen Fundus historischer Bezüge. So zeugen die Arbeiten Alison Halls nicht nur von einer intensiven Auseinandersetzung mit der jüngeren amerikanischen Kunstgeschichte sondern auch von einer tiefen Verbundenheit mit der Geschichte der Malerei, insbesondere zu italienischen Fresken des 13. Jahrhunderts.

Ihre Tafeln sind aus einer Vielzahl von feinst geschliffener Lagen venezianischen Gipses aufgebaut und mit dunklen Blautönen grundiert. Die Oberflächen weisen eine enorme Feinheit und Sinnlichkeit auf. Mit Graphit werden Kreuze oder Linien eingeschrieben. Es entstehen komplexe Muster, die sich je nach Standpunkt des Betrachters ständig zu verändern scheinen. Immer wieder tauchen in diesen scheinbar nach Perfektion strebenden Mustern kleine Unregelmäßigkeiten und Störungen auf. Größere Partien sind nicht ausgearbeitet oder gar übermalt, als würde sich Alison Hall mit aller Macht der absoluten Schönheit ihrer Bilder widersetzen.

13.05.2016 - 09.06.2016