Das Werk von Ulrike Rosenbach (*1943 in Bad Salzdetfurth) umfasst Videoarbeiten, Installationen, Fotografien und Zeichnungen und ist international in renommierten Sammlungen vertreten. Ulrike Rosenbach hat ihr Werk seit den frühen 1970er Jahren, die von der radikal-feministischen Hinterfragung ihrer Frauen- und Mutterrolle geprägt waren, kontinuierlich weiterentwickelt und sich formal wie inhaltlich zentralen Fragestellungen gewidmet. Mit ihren Video-Live-Aktionen ist sie als Pionierin der Medienkunst in den kunsthistorischen Diskurs des bewegten Bildes eingegangen. Vor allem ab den späteren 1980er-Jahren sind monumentale Videoinstallationen entstanden, die sich mit zentralen und immer noch aktuellen Themen auseinandersetzen und dabei gleichzeitig formale künstlerische Bestandteile des Frühwerks der Künstlerin weiterentwickeln. Wesentlich ist darüber hinaus auch das zeichnerische Werk, das bereits in den 1970er-Jahre zentrale Konzepte vorwegnimmt, die erst deutlich später von der Künstlerin in Videoarbeiten aufgegriffen werden.
IDYLLE
Klaus Fritze, Michelle Grabner, Alex Grein, Sabrina Jung, Timo Kube, Mike Meiré, Ulrike Rosenbach, Ludwig Philipp Strack, Raphael Weilguni, Noa Yekutieli
faces – traces
Alex Grein, Sabrina Jung, Keti Kapanadze, Sara-Lena Maierhofer, ORLAN, Ulrike Rosenbach, Lydia Schouten, Sarah Schumann, Annegret Soltau
AMA-Zonas
Ulrike Rosenbach
Feminismus 3.0
Patrycja German, Holger Endres, Anna K.E., Florian Meisenberg, Magdalena Kita, Melissa E. Logan, A.L. Steiner, Ulrike Rosenbach
SPARK ART FAIR 2022
Ulrike Rosenbach
Art Cologne 2021
Joachim Bandau, Slawomir Elsner, Michelle Grabner, Sabrina Jung, Keti Kapanadze, Timo Kube, Roman Lang, Martin Pfeifle, Ulrike Rosenbach
Durch die Zeiten Zwischen Körper und Geist
Ulrike Rosenbach
Art Cologne 2023
Margot Pilz, Ulrike Rosenbach, Gabriele Stötzer
art:badgastein 2023
Ulrike Rosenbach
STAGE Bregenz 2024
Ulrike Rosenbach
MOTHER
Anouk Lamm Anouk, Yasmina Assbane, Renate Bertlmann, Günter Brus, Louisa Clement, Vlasta Delimar, Georg Herold, Sanja Iveković, Sabrina Jung, Mel E. Logan & Sidney Logan, Anna Oppermann, Margot Pilz, Ulrike Rosenbach, Judith Samen, Michael Sardelic, Mariuccia Secol, Annegret Soltau, Gabriele Stötzer, Ivonne Thein, Maria Tobola, Paloma Varga Weisz
Art Cologne 2024
Anouk Lamm Anouk, Günter Brus, Louisa Clement, Margot Pilz, Ulrike Rosenbach, Gabriele Stötzer
ART DÜSSELDORF 2022
Michelle Grabner, Sabrina Jung, Ulrike Rosenbach, TROUBLE Inc.
Art Düsseldorf 2025
Yasmina Assbane, Ulrike Rosenbach, Mariuccia Secol, Gabriele Stötzer
Schatzkammer
Yasmina Assbane, Michele Grabner, Alex Grein, Georg Herold, Sabrina Jung, Keti Kapanadze, Timo Kube, Martin Pfeifle, Margot Pilz, Ulrike Rosenbach, Gabriele Stötzer, Peter Tollens, John Zinsser u.a.
Puzzle Solution - Des Rätsels Lösung?
Ulrike Rosenbach
Art Düsseldorf 2026
Renate Bertlmann Alex Grein Margot Pilz Ulrike Rosenbach Gabriele Stötzer Noa Yekutieli
Ulrike Rosenbach (*1943, Hildesheim, Deutschland) studierte von 1964 bis 1970 Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Norbert Kricke und Joseph Beuys. Durch ihr Studium bei Joseph Beuys entstanden erste Kontakte zur Happening- und Fluxus-Szene der 1970er-Jahre. Ab 1972 begann Ulrike Rosenbach mit Video als künstlerischem Ausdrucksmittel zu arbeiten und produzierte erste Video-Live-Aktionen. Ihre frühen Performances, in denen sie Video im closed-circuit-Verfahren einsetzte, erlangten internationale Anerkennung und machten sie zur renommiertesten deutschen Videokünstlerin.
Ulrike Rosenbachs umfangreiches Œuvre ist untrennbar mit der Geschichte der Performance- und Videokunst verbunden. Seit den 1970er Jahren widmete sie sich dem weiblichen Körper als Schnittstelle zwischen Natur, Kultur und Technologie, leistete Pionierarbeit im Bereich der (öko-)feministischen Performancepraxis und setzte in ihren Arbeiten neuartige Aufzeichnungs- und Wiedergabetechnologien ein. Innerhalb und zwischen verschiedenen Werken schuf sie eine kontinuierliche Feedbackschleife zwischen Performance als Live-Ereignis und Lebendigkeit als aufgezeichnetem Ereignis, aus der oft neue Installationen und Videoarbeiten hervorgingen.
Von 1973 bis 1976 reiste Rosenbach mehrmals in die USA und übernahm verschiedene Lehraufträge, darunter zu feministischer Kunst und Videokunst am California Institute of the Arts (CalArts) in Los Angeles. 1976 gründete sie in Köln die „Schule für kreativen Feminismus", die bis 1982 bestand. Als politische Künstlerin setzt sie sich aktiv für die Gleichberechtigung von Künstlerinnen in der internationalen Kunstwelt ein. 1977 und 1987 nahm sie an der documenta 6 und 8, 1979 an der Biennale in Sydney teil. Lehraufträge und Gastprofessuren führten sie an verschiedene europäische Institutionen, darunter die Universität der Künste Berlin und die Universität für angewandte Kunst Wien. Von 1989 bis 2007 war Rosenbach Professorin für Medienkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken, wo sie von 1991 bis 1993 auch als Rektorin tätig war.
Ihr Werk wurde mit zahlreichen internationalen und nationalen Preisen und Stipendien ausgezeichnet und weltweit in bedeutenden Ausstellungen gezeigt. Eine umfassende Retrospektive mit dem Titel Ulrike Rosenbach. heute ist morgen fand 2023/24 im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe statt. Anlässlich dieser Ausstellung veröffentlichte das ZKM über das Werk der Künstlerin die von Hendrik Folkerts herausgegebene englischsprachige Monografie Ulrike Rosenbach. Witnesses.
Ulrike Rosenbach lebt und arbeitet im Rheinland.
Galerie Gisela Clement